Hintergrund
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
Auf Kontrastseite umschalten Schrift vergrößern Schrift verkleinern
15.12.2017 | Presseartikel des Prignitzer
Ein Lehrerpool soll Ausfall reduzieren
CDU: Vertretungsreserve aufstocken / Ministerin sieht kein landesweites Problem
Potsdam Das Land Brandenburg hat aus Sicht von Bildungsministerin Britta
Ernst (SPD) „kein flächendeckendes Problem mit erheblichem Unterrichtsausfall“. Vielmehr liege der Anteil der ausgefallenen Stunden seit Jahren bei rund zwei Prozent, erklärte sie gestern im Landtag.
Es gelte aber auch, realistisch zu bleiben. „Unterrichtsausfall wird sich auch
bei bester Organisation und beim Ausschöpfen aller Vertretungsmöglichkeiten nie vollständig vermeiden lassen.“ Anfang der Woche war bekannt geworden, dass die Anteil der ersatzlos ausgefallenen Unterrichtsstunden im Schuljahr 2016/2017 mit rund 2,1 Prozent einen neuen Höchststand erreicht habe. Mehr als zehn Prozent der Unterrichtsstunden seien zudem nicht von Fachlehrern erteilt worden. Ernst betonte, dass die Vermeidung von Ausfall für die Landesregierung weiterhin höchste Priorität habe. So stünden mittlerweile ein Gesundheitsmanagement für Lehrkräfte und ein besonderes Vertretungsbudget in Höhe von 5,5 Millionen Euro zur Verfügung.
 
Anlass für die Äußerungen von Britta Ernst war eine mündliche Anfrage des
Prignitzer CDU-Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann. Gegenüber dieser Zeitung äußerte er sich nach der Fragestunde unzufrieden mit der Antwort der Ministerin. „Britta Ernst hat sich offenbar gut eingearbeitet – ihre Antworten fügen sich nahtlos in die bisherige Situation ein“, sagte Hoffmann.

Auch ihm sei bewusst, dass es nicht möglich sei, Unterrichtsausfall völlig zu
verhindern. „Aber wir können deswegen doch nicht die Hände in den Schoss
legen. In Brandenburg gebe es eine Schulpflicht – die Schüler müssen zur
Schule gehen, „aber die Schule muss auch Unterricht anbieten“.
 
Nötig seien eine Verdoppelung der Vertretungsreserve und ein Nachdenken
über einen landesweiten Vertretungspool. „Wir brauchen eine Lehrerfeuerwehr, wenn Lehrer irgendwo dauerkrank sind“, sagte Hoffmann. Niemand könne es verstehen, wenn ein Fach monatelang nicht unterrichtet wird. (Von Benjamin Lassiwe)



Quelle: www.prignitzer.de
Termine