„Stadt der Zukunft“ auch in der Prignitz

11.02.2021, 21:12 Uhr | Pressebericht des Prignitzer

Heute ist der Start von etwas ganz Neuem.“ Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU) geizte nicht mit Superlativen, als er gestern auf einer Online-Pressekonferenz die Teilnehmer der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ vorstellte. Die gute Nachricht für die Prignitz: Die gemeinsame Bewerbung von Perleberg und Wittenberge war erfolgreich. Die beiden Städte sind gemeinsam als eines von acht Modellprojekten mit dabei und dürfen sich über zweckgebundene Fördergelder von bis zu 90 000 Euro zuzüglich 20 Prozent Eigenanteil freuen, mit denen in einem zweijährigen Diskussionsprozess Lösungsansätze für zentrale Zukunftsfragen wie die Digitalisierung, die Mobilitätswende im Zeichen des Klimawandels oder die Zukunft der Innenstädte erarbeitet werden sollen.

 

 

Beermann machte deutlich, dass jede Kommune in diesen Fragen ihre eigene Strategie finden soll, so dass am Ende mehrere „Best-Practice-Modelle“ vorliegen. Vor Ort sollen Bürgerbeteiligung und demokratische Partizipation groß geschrieben werden. Diskussionen über eine Verkehrswende oder das Stadtbild der Zukunft sollen demnach von der gesamten Stadtgesellschaft geführt werden. Durch digitale Debattenformate sollen insbesondere Kinder und Jugendliche motiviert werden, auch ihre Ideen einzubringen. Der Partizipationsansatz gehörte daher zu den Auswahlkriterien, wie der Juryvorsitzende Professor Martin zur Nedden, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Urbanistik, erläuterte. Laut Beermann repräsentierten die acht Beteiligten nicht nur einen geographischen Querschnitt des Landes, sondern auch eine Vielfalt an Lösungsansätzen.

Zu den acht Modellstädten gehören auch Neuruppin, Zossen, Eberswalde, Bad Belzig, Großräschen und Herzberg (Elster). Der Bundestagsabgeordnete für den Nordwesten Brandenburgs, Sebastian Steineke, und die beiden örtlichen Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann und Jan Redmann (alle CDU) sprachen von einem „wichtigen Zeichen“, dass mit Perleberg, Wittenberge und Neuruppin gleich drei Kommunen aus der Region vertreten seien. Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura erläuterte, beide Kommunen wollten die Initiative nutzen, um sich gemeinsam auf die Suche nach einer neuen Mitte zu machen.

– Quelle: https://www.svz.de/31232807 ©2021