Nach den Winterferien bleiben die Schulen zu

29.01.2021, 20:59 Uhr | Pressebericht des Prignitzer

In Brandenburg bleiben die Schulen für fast alle Schüler auch nach den Winterferien geschlossen. „Wir hatten sehr gehofft, dass uns die Entwicklung der Infektionszahlen das Signal gibt, nach den Winterferien wieder in den Wechselunterricht gehen zu können“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Donnerstag im Landtag. Die momentane Situation lasse das aber nicht zu. Man werde daher die Schulen noch am Donnerstag informieren, dass der Einstieg in den Wechselunterricht nach den Winterferien nicht stattfinde. Ernst betonte, dass besonders das Auftreten mutierter Coronaviren gegen eine Öffnung der Schulen spreche. „Wir sind in unseren Entscheidungen nicht durch die Inzidenzwerte, sondern durch die Mutationen gebunden.“ So lange man nicht wisse, welche Rolle die Mutation bundesweit spiele, könne man keine Entscheidung zur Schulöffnung treffen.

Der Landtag lehnte einen Antrag der AfD ab, dass nach den Winterferien normaler Unterricht in den Klassen eins bis sechs stattfinden solle. „Die Idee, dass wir nach den Winterferien in den Präsenzunterricht zurückkehren können, geht völlig an der Realität vorbei“, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzende Petra Budke. „Bei allem Wunsch nach Normalität, das geben die Infektionszahlen einfach nicht her.“

 

Der Landtag debattierte auch über einen Antrag der Linken. Darin forderten diese die grundsätzliche Aussetzung der Elternbeiträge für Kitas und Horte. Zudem sollte das Land für Schüler und Lehrer kostenlos medizinische Masken bereitstellen, für mehr Schulbusse sorgen, Luftfilter einsetzen und Prüfungen flexibler durchführen. „Der Frust ist groß bei den Menschen“, so Fraktionsvorsitzende Katrin Dannenberg. Statt des „Holperns von Lockdown zu Lockdown“ brauche man verlässliche Pläne für die Menschen. Distanzunterricht sei kein vollwertiger Unterricht, von der Farce der Zeugniszustellung einmal abgesehen.

Der Antrag der Linken wurde mit der Mehrheit der Koalition abgelehnt. Der Prignitzer Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann (CDU) warf den Linken sogar vor, die Pandemie grundsätzlich zu nutzen, um ihre Forderungen immer wieder neu einzubringen. Das gelte für die Aussetzung der Kitabeiträge ebenso wie die Forderung nach Abschaffung von Prüfungen.





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