Künstlerische Liebeserklärung an die Prignitz

Jens Wegner und Ursula Kramm Konowalow stellen gemeinsam in der neu gestalteten CDU-Kreisgeschäftsstelle in Perleberg aus

14.09.2021, 14:16 Uhr | Presseartikel der Märkischen Allgemeinen (Von Bernd Atzenroth)

Es ist ein schönes Thema, mit dem Ursula Kramm Konowalow und Jens Wegner in ihrer gemeinsamen Ausstellung aufwarten: „Stadt, Land, Fluss -Sequenzen einer Reise durch die Prignitz“ ist sie betitelt. Zu sehen sindaufeinander bezogene Bilder und Gedichte der beiden.

„Wir leben in einem schönen Land. Dassoll die Ausstellung zeigen“, sagt Ursula Kramm Konowalow. In der Tat: Die ästhetischen Aufnahmen von Jens Wegner rücken die Prignitz wahrhaft ins beste Licht, von ihrer landschaftlichen Schönheit zu jeder Jahreszeit bis hinzum malerischen Stadtkern der Kreisstadt Perleberg. Die verträumt-poetische Lyrik von Ursula Kramm Konowalow bietet dazu die passende Ergänzung. Wobei: Nicht immer entstand das Bild vor dem Gedicht, es konnte auch umgekehrt sein. Das jeweilige Bild und das dazu passende Gedicht sind zusammen in einem Bilderrahmen zu sehen. Beide Künste, Fotografie und Lyrik, verschmelzen zu einer künstlerischen Lieeserklärung an die Prignitz.

Auch wenn die Ausstellung alles andereals politisch ist, so ist sie nun seit Freitag im politischen Raum zu sehen, nämlich in der neu gestalteten CDU-Kreisgeschäftsstelle in der Perleberger Uferstraße 19. Denn mit der Ausstellung wurde gleich die ganze Geschäftsstelle wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

„Wir wollen unsere neue Kreisgeschäftsstelle einweihen“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Gordon Hoffmann, „und gleichzeitig die Ausstellung eröffnen.“ Die Ausstellung soll auch Symbol dafür sein, dass man sich in der Geschäftsstelle mehr Publikumsverkehr erhofft: „Wir wollen diesen Ort stärker öffnen und beleben“, sagt Hoffmann, „die Leute sollen reinkommen.“

Dazu gehöre ein Ambiente, das sehr viel einladender sei, als es früher gewesensei. Den Umbruch symbolisiert auch Mandy Köppen, die seit diesem Jahr Kreisgeschäftsführerin der Prignitzer CDU ist.

Und dazu gehört zunächst auch die Ausstellung, die tatsächlich ein Stück Prignitz abbildet. Die Schau hat dabei bereits eine lange Vorgeschichte. „2010 haben wir uns kennen gelernt und überein gemeinsames Projekt gesprochen“, erzählt Jens Wegner darüber, wie es zuder Zusammenarbeit mit Ursula Kramm Konowalow gekommen ist.

Für Ursula Kramm Konowalow ist es„eine sehr schöne Zusammenarbeit“. Und diese sei auch sehr zuverlässig - was offenbar nicht immer so ist in Künstlerkreisen. „Wir hatten am Ende einen Titel, den wir gemeinsam erarbeitet haben“, berichtet sie. Möglich wurde die Ausstellung auch aufgrund der Förderung durch den brandenburgischen Literaturrat mit Mitteln des Landeskulturministeriums. Nach Angaben von Jens Wegner ist das Projekt selbst zehn Jahre alt. Die Ergebnisse waren zum ersten Mal in der Kirche von Lindenberg (Gemeinde Groß Pankow) zu sehen, dann auch in der KMG-Klinik Bad Wilsnack und auf Burg Lenzen.

Konzipiert ist das Ganze wie eine Wanderung durch die Region, und all ihre Lyrik zu den verschiedenen einzelnen Bildern begreift sie als „ein fließendes modernes Gedicht“. Auf diese Weisenahm sie die Anwesenden auch mit auf „eine Art poetische Landvermessung“ und die Reise durch die Ausstellung, zu märchenhaften Birken und in den Prignitzer Altweibersommer. Der lade ja zum Rendezvous ein, meinte Ursula Kramm Konowalow in Anspielung auf das anstehende „Rendezvous mit Nachbarn“ der Städte Perleberg und Wittenberge.

Ein typisches Prignitzer Bild ist auch das Gelb des Rapses. „Wären Schiffe Wolken“ lautet der Titel eines Gedichts zu einer Fotografie, die die sich in der Elbe spiegelnden wenigen Wolken an einem ansonsten strahlend blauen Himmel zeigt. Ein Bild mit Kühen wird ergänzt durch das Gedicht „Am Saumder Gegenwart“.

In der Geschäftsstelle der CDU-Prignitzwird von nun an in jedem Jahr eine neue Ausstellung Einzug finden und der Öffentlichkeit zugänglich sein. Die aktuelle Ausstellung wird an jedem Freitagnachmittag und nach telefonischer Absprache für jeden Interessierten und jede Interessierte unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygienemaßnahmen zu besichtigen sein.