Brandenburgs erste Kinderschutzinstitutsambulanz im Potsdamer Bergmann-Klinikum eröffnet Es ist ein Meilenstein zur Stärkung des Kinderschutzes im Land: Gesundheitsminister René Wilke und Jugendminister Gordon Hoffmann haben heute im Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann Brandenburgs erste Kinderschutzinstitutsambulanz (KIA) symbolisch eröffn
Vier weitere sollen noch in diesem Jahr folgen. Bei KIA handelt es sich um Einrichtungen, in denen Medizinerinnen und Mediziner in enger Kooperation mit Fachleuten der Kinder- und Jugendhilfe Verdachtsfällen von Vernachlässigung, Kindesmisshandlung oder Kindesmissbrauch nachgehen und sofortige Hilfemaßnahmen einleiten. Der Standort in Potsdam deckt die Versorgungsregion Havelland-Fläming ab. Initiiert wurde die Einrichtung der KIA im Land durch eine Lottomittelförderung beider Ministerien in Höhe von insgesamt 170.000 Euro.
Gordon Hoffmann: „Kinderschutz ist keine Aufgabe einer einzelnen Berufsgruppe oder Behörde. Kinderschutz geht uns alle an. Gleichzeitig steigt der Bedarf an medizinischer Einschätzung in Fällen möglicher Kindeswohlgefährdung seit Jahren. Mit dem Aufbau von zunächst fünf Standorten schließen wir diese Lücke und stärken den Kinderschutz im ganzen Land. Mein herzlicher Dank gilt allen, die beharrlich für den Aufbau von Kinderschutzinstitutsambulanzen in Brandenburg gekämpft und nicht lockergelassen haben.“
Gesundheitsminister René Wilke: „Kinder sind die Zukunft unseres Landes, und ihr Schutz genießt für unsere Landesregierung höchste Priorität. Für wirksamen Kinderschutz spielt die Früherkennung eine wesentliche Rolle, denn durch rasche Hilfemaßnahmen kann oft Schlimmeres verhindert werden. Schon bei ersten Anzeichen muss den örtlichen Jugendämtern eine fundierte medizinische Expertise zur Verfügung stehen. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Akteurinnen und Akteure – zum Wohl und zum Schutz unserer Brandenburger Kinder. Ich freue mich, dass wir im Potsdamer Bergmann-Klinikum ab heute Brandenburgs erste Einrichtung im medizinischen Kinderschutz mit einer interdisziplinären und sozialgesetzbuchübergreifenden Zusammenarbeit eröffnen können. Weitere werden noch in diesem Jahr folgen. Damit senden wir ein starkes Signal für langfristigen und nachhaltigen Kinderschutz im Land Brandenburg.“
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