12.03.2025, 09:24 Uhr | CDU Kreisverband Prignitz

Gordon Hoffmann besucht Projekt in Bad Wilsnack
Förderprogramm „Pflege vor Ort“ läuft aus

Die letzte Landesregierung brachte den Pakt für Pflege auf den Weg. Die jetzige Landesregierung aus SPD und BSW will jedoch das Programm „Pflege vor Ort“ zur Mitte des Jahres auslaufen lassen. Damit stehen in Brandenburg mehr als 600 Projekte vor dem aus. Auch die Prignitz ist betroffen. Grund für den Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann, sich in Bad Wilsnack vor Ort zu informieren. Hier traf er neben Amtsdirektor Torsten Jacob und Bürgermeisterin Martina Richter auch Ilona Lemm. Sie organisiert zahlreiche Projekte für ältere Menschen. Darunter Kaffeetafeln für Senioren, bei denen jedes Mal ein anderes Thema im Mittelpunkt steht und auch Gäste und Referenten dabei sind. „Es war am Anfang gar nicht so leicht die Leute zu kriegen, weil sich viele mit schwierigen Themen wie Pflegebedürftigkeit erst auseinandersetzen wollen, wenn sie selbst betroffen sind.“, berichtet Ilona Lemm. Dabei sei es wichtig, sich schon vorher damit zu beschäftigen.

Inzwischen werden die Kaffeetafeln, aber auch andere Angebote wie Handykurse sehr gut angenommen. Mehr als 200 Veranstaltungen wurden durchgeführt, mehrere 100 Menschen erreicht. Für Ilona Lemm ein großer Erfolg, auch weil das Förderprogramm viel Freiraum lässt. Geht es nach der Landesregierung ist damit jedoch bald Schluss. Zum 30. Juni soll die Förderung auslaufen. Das kritisiert der Prignitzer Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann scharf: „Pflege ist eine riesige Herausforderung für eine älter werdende Gesellschaft. Wir sollten Menschen viel besser im Alter unterstützen und sie vorbereiten. Angebote wie diese sind Gold wert. Sie beugen Einsamkeit vor und helfen den Menschen länger fit zu bleiben. Das rechnet sich am Ende auch für die Gesellschaft.“ An dieser Stelle sparen zu wollen sei kurzsichtig.

Die CDU Landtagsfraktion hatte sich dazu mit einem Antrag im Landtag positioniert, der keine Mehrheit fand. Dennoch will Gordon Hoffmann dran bleiben. Er versprach, sich noch mal zu melden und bot an auch mal eine Kaffeetafel zu besuchen und mit den Seniorinnen und Senioren ins Gespräch zu kommen.